Recap: February and March

28.3.16

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Man hat gute Tage, schlechte Tage. Es gibt welche, an denen du den Schmerz und die enttäuschende Wahrheit ins hinterste Eck deines Bewusstsein befördern kannst. Keinen Gedanken verschwendest du daran, du fühlst dich halbwegs normal. Doch dieser Zustand kann schnell kippen. Plötzlich spürst du die Ketten um deinen Gelenken, den Anker, der dich festhält. Du fühlst dich unendlich schwer, träge, gefangen. Wann werde ich es schaffen loszulassen? Wann?

Erst jetzt, ausgesprochen kommt es mir so real vor. Nun habe ich den Schritt doch gewagt und dabei meine Vorsätze wieder über Bord geschmissen. Früher oder später hätte ich es so oder so getan. Aber so früh? [...] Es war, als hätte ich die Luft die ganze Zeit über angehalten, der Druck in meiner Lunge war so groß, dass ich das Gefühl hatte zu zerplatzen. Die Hand auf meinem Mund verschwand, ließ los. Jetzt bin ich um Tonnen leichter.

Während du eine Seite nach der anderen liest, möchte ich dir am liebsten das Buch aus der Hand reißen. Du bist zu schnell, du weißt zu viel. Und ich frage mich, wann du einen Punkt erreichst, an dem du das Interesse verlierst und es selbst weglegst.

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Befinde mich erneut in der Situation der Unschlüssigkeit. Ein Teil von mir vernarrt, kopflos. Eine Droge, dessen Suchtfaktor mir erst nach der Einnahme bewusst wurde. Doch andererseits verfalle ich wieder alten Verhaltensmustern. Sollte ich auf drei meine Beine in die Hand nehmen und das Weite suchen? Selbst wenn stellt sich die Frage wieso? Was gibt mir einen Grund, einen Anlass dazu diesen Verhaltensimpuls zu verspüren? Ist es die Angst zurückgewiesen zu werden? Bin ich genug? Und warum kommen diese Zweifel ausgerechnet jetzt?

Zu tief sind die Wunden, dass sie jemals verheilen könnten. Ich kneife. Ich werde kneifen. Panik, nackte Panik. Ich will weglaufen, ich werde weglaufen. Brauche Abstand. Es ist anders. Es ist realer. Und das jagt mit eine heiden Angst ein. [...] 
Was ist, wenn du den größten Fehler deines Lebens begehst? Was ist, wenn doch alles gut wird? Aber was ist, wenn nicht. Wenn es zu meinem höchsten Einsatz wird, zu dem größten Verlust? Zur tiefsten Narbe, zur tödlichen Wunde. Ich bin nicht stark genug. Es tut mir Leid.

Inzwischen habe ich mich wieder beruhigt. Riss mich zusammen, rappelte mich auf. Ein unerwartetes Tief, das mich Mitte März ergriff. Oder war es das notwendige Zeichen dafür, mich endlich damit zu beschäftigen, es nicht mehr herunterzuspielen?

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8 Gedanken

  1. Deine Texte sind jedes mal wirklich schön und motivieren einen mal zum Nachdenken!:)
    Tolle Fotos- sieht nach 2 coolen Monaten aus.
    Liebe Grüße <3

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    1. Es ist tatsächlich einiges passiert :)
      Freut mich zu hören, dass dir die Texte von mir gefallen <3

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  2. Richtig schöner Post! Du schreibst so schön... das bringt einen wirklich zum Nachdenken.
    Alles Liebe <3

    marlendless.blogspot.de

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  3. Diese Gedankenauszüge sind so super! Ich schreibe auch immer wieder kurze Passagen für mich auf. So kann ich Ereignisse einfach besser verarbeiten. Mach weiter so. Dein Blog ist toll!
    Liebe Grüße Lea :)

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    1. Danke Lea, das freut mich riesig zu hören :)

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Schon im Voraus: danke für den Kommentar :*

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