Life begins at the end of your comfort zone

30.10.14

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"Bist du in deinem Leben schon einmal auf die Nase gefallen?"
Diese Frage stellte mir eine Frau auf einer Messe, die mich nicht kannte und mich fragte, was ich in meinem Leben erreichen möchte. Ich war unsicher, skeptisch und absolut selbstkritisch. Man sah es mir wohl an. Sie fragte mich nach meinen Stärken und ich zögerte. Sie erkundigte sich nach meinen Träumen und ich kam ins Stocken. Sie wollte wissen wer ich bin und das konnte ich ihr nicht sagen. In dem Moment sprach sie jene Fragen aus, um die ich den größtmöglichen Bogen gemacht hatte. Wollte nicht hören und gar nichts wahrhaben. Entscheidungen treffen liegt mir nicht und noch weniger, wenn sie sich um meine Zukunft drehen. Typischerweise ergriff ich schnell die Flucht und regte mich bei meiner Freundin auf. Ich bin noch jung - woher sollte ich denn all das wissen?

Inzwischen sind doch tatsächlich zwei Jahre vergangen und natürlich habe ich mich verändert. Seither versuche ich nicht immer den leichtesten Weg zu wählen und Herausforderungen zu vermeiden. Es wurde schon längst Zeit aus seinem sicheren Schneckenhaus zu kriechen und das Leben so zu nehmen, wie es sich einem gibt. Denn alles geschieht aus einem bestimmten Grund - mein Lebensmotto. Man wird nie herausfinden, zu was man fähig ist, wenn man nicht auch mal seine Sachen packt und sich alleine in die weite Welt begibt. Vielleicht muss man nicht unbedingt ans Ende der Welt reisen, aber einfach weg von seinem vertrauten Umfeld, weg von seiner sogenannten Heimat.

Natürlich ist das nicht für jeden etwas, aber ich habe für mich entschieden, dass das wohl das beste für mich sein wird. Ein Neubeginn und dabei bin ich ganz auf mich allein gestellt. Noch immer kommt ein kleines Flüstern aus meinem Hinterkopf. Die Zweifel und Skepsis sind noch immer vorhanden und dazu vermischt sich eine Portion Angst. Aber ich habe mich für diesen Weg entschieden und mein Gefühl sagt mir, dass es richtig ist. Man hat immer einen Traum, auch wenn man ihn aufgrund seiner Unsicherheit in das hinterste Eck seines Bewusstseins versteckt hält. Doch ich habe mich dazu entschlossen, es zu versuchen. Auch auf die Gefahr hin auf die Nase zu fallen.

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7 Gedanken

  1. ich kann dich sehr gut nachvollziehen, so ging bzw. geht es mir auch! ich denke aber, man wird nie wirklich wissen können was man zu hundert prozent will, die meisten wissen es bis heute noch nicht. man muss einfach schauen, wo man "landet", natürlich auch etwas dafür tun, dass es einem gut geht aber letzten endes muss man einfach alles ausprobiert haben um zu wissen, was das richtige für einen ist. so ist es ja auch mit dem studium.
    wünsche dir aber weiterhin ganz viel erfolg!

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  2. Ich bin vollkommen deiner Meinung. Ich denke, man lernt am besten, wenn man mal was neues ausprobiert oder Herausforderungen annimmt.
    LG Thi

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  3. Ehrlich und schön geschrieben. Ich denke du stehst mit deinen Gedanken nicht allein. :)

    Liebe Grüße,
    Lani

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  4. Das ist wohl wahr! Ich finde, dass es wichtig ist ab und zu über seinen Schatten zu springen und die Komfort-Zone sowohl in Sachen, Lifestyle, Karriere und Mode zu verlassen um sich neu zu entdecken. Dafür gibts natürlich keine Erfolgsgarantie - aber wer nicht wagt, der nicht gewinnt ;)


    Vielleicht hast du ja Lust mal einen Beitrag darüber zu schreiben, wie du modische Grenzen austestest. Wir haben gerade eine Blogparade mit dem Thema 'Mein liebstes Accessoire' gestartet und würden uns sehr freuen, wenn du mitmachst! Vielleicht drückst du deine Lebenseinstellung ja mit einem tollen Schmuckstück aus. Den schönsten Beitrag stellen wir dann auf unserem Blog vor :) HIER erfährst du mehr.

    Viele Grüße,
    Kathi von http://fashion-inspires.me/

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  5. Schönes Foto und toller Text! :)
    Wohin dein Weg dich auch führen mag, das schönste finde ich immer, dass man immer viele neue Leute kennen lernen wird und seine ganz eigene Geschichte schreibt :)

    Liebe Grüße, Chi Chi
    www.saranghaeyeu.blogspot.de

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Schon im Voraus: danke für den Kommentar :*

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