Luft anhalten, Gedanken ausschalten

4.9.14

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Ich schließe meine Augen und spüre wieder die Sonne auf meiner Haut, horche den Wellen und schmecke den salzigen Geschmack des Meeres. Das Kleid weht im Wind und mit jedem Schritt hinterlasse ich kleine, zarte Fußabdrücke auf dem feinen Sand. Alle Sorgen, Zweifel und Lasten scheinen für diesen einen Augenblick wie weggeblasen. Man bedauert permanent Taten der vergangenen Tagen und hat Angst vor der Ungewissheit von Morgen. Doch nicht in dem Moment. Alles Abschalten. Lebe die Sekunde, lebe im Jetzt.

[...] es kommt einen so vor, als wäre alles bloß ein böser Traum gewesen. Man wacht auf und die Normalität bestimmt erneut den Alltag. Die selben Leute, die gleichen Orte und den ewigen Trott, den man mehr und mehr satt hatte, wünscht man sich zurück. Man würde alles geben, um all das nochmal zu erleben. Doch man ist wach, kneift sich in den Arm und hat die Gewissheit. Kein Traum und kein Zurück.

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Wieder wurde mir gezeigt, dass diese miteinander verbundene Handlungskette kein einfacher Zufall sein konnte. Wäre das eine nicht geschehen, käme es nie zum anderen Ereignis. Als würde man einen Domino anstupsen und langsam fällt jeder einzelne Stein um.


Diese einst so lauten Nächte verstummten. Das Gefühl der Vertrautheit war entschwunden und zurück bleibt völlige Leere. Sogar zu müde, um die Mundwinkel zu einem Lächeln zu heben. Kein Funken Wärme war in den Augen zu sehen, nicht einmal Trauer oder Verbitterung. Es gab nichts mehr zu sagen. Die Stimmen wurden still.


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Luft anhalten, Gedanken ausschalten. Die Welt dreht sich schneller und die Zeiger in Rekordgeschwindigkeit. Hatte so viel vor, eine lange Liste, bei der ich so viele Häkchen wie möglich in die kleinen Kästchen setzen wollte. Nun sind es nur drei. Man sagt zwar, dass aller guten Dinge drei sind, aber manchmal ist das einfach nicht genug.


Ein Ereignis nach dem anderen, Schlag auf Schlag brachen die Geschehnisse auf mich ein und ehe ich mich versah waren fast vier Wochen vergangen, ohne auch nur ein Wort davon festgehalten zu haben. 

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5 Gedanken

  1. wunderschön geschriebener text, ich habe mich ein bisschen wieder gefunden..
    sei lieb gegrüßt, celine

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  2. Wundervoll geschrieben und die Bilder harmonieren superschön dazu :)

    Ganz liebe Grüße von Franzi von Little Things

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  3. Toll geschrieben! Wirklich ein schöner Text!

    Liebe Grüße, Trang :)
    http://tranquilence.blogspot.de/

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  4. Wow tolle Fotoschüsse! *_*

    xx
    beauthi.blogspot.com

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Schon im Voraus: danke für den Kommentar :*

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