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Mittwoch, 24. August 2016

Ich laufe mit einem Lächeln voraus

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Ich bin zuversichtlich. 
Ich laufe mit einem Lächeln voraus. 
Mit der Sonne und ihr entgegen. Mit der Zeit und ihr entgegen. Mit dir und dir entgegen. Irgendwann. Bald. Vielleicht. 

Die Tage werden wieder kürzer und weniger Sonnenstrahlen kitzeln meine Haut. Es fehlt mir, die Wärme. Dabei will ich mir gar nicht ausmalen, wie es im Winter sein wird. Wenn ich tatsächlich frieren werde und es dunkel und trist ist. Grau, neblig. Wie meine Gedanken. Wenn mir der Wind fast den Boden unter meinen Füßen fortreißt und ich den Halt verliere. Wenn ich vermisse.
Weil die Sehnsucht schon jetzt so groß ist und ich mich an Erinnerungen festhalte. Spiele sie wieder und wieder ab, die Schallplatte unserer gemeinsamen Zeit. Tag für Tag nehme ich die Nadel und setzte sie erneut auf den Anfang. Habe Angst, dass alles verblasst, abgenutzt wird. Sind die Bilder in meinem Kopf auch nur wie Gebrauchsgegenstände?

Neue Erfahrungen überdecken alte. Deshalb will, muss ich sie festhalten. Für mich, mein zukünftiges Ich. Doch bin ich dankbar dafür? Möglicherweise möchte ich gar nicht mehr daran denken. Werde ich nicht mehr daran denken. Irgendwann. Bald. Vielleicht. Wenn ich nicht schreibe, gerät es dann in Vergessenheit? Aber warum sollte ich das wollen? Hänge an verflossenen Tagen, an den unausgesprochenen Lebewohls. Sollte ich nicht aufhören irgendwelchen Hirngespinsten hinterher zu jagen?

Denn ich bin keine Sonnenblume, die sich nach einer Sonne richtet. Ich bin das Zentrum meiner Welt, ich selbst bin die Sonne. Bleibe standhaft, bleibe stark. Für mich. Weil ich mutig sein will und selbstbewusst. Sehe die sonnigen Seiten des Lebens, in jeder Situation. Lasse die Schatten weit hinter mir. Ich bin zuversichtlich. Ich laufe mit einem Lächeln voraus.
Zeit ist nur relativ und manche Erfahrungen kann und sollte man nicht wegradieren. Sie gehören zu mir, sind ein Teil von mir. Wie die einzelnen Planeten, die um die Sonne kreisen. Und ich weiß, ich werde dich wiedersehen und wir sammeln gemeinsam weitere, schöne Erinnerungen. Irgendwann. Bald. Vielleicht. 

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Kleid Tally Weijl | Ohrringe Asos Schuhe Pimkie Flash Tattoo Catrice

Sonntag, 21. August 2016

Eine kleine Zeitreise - 6 Jahre Gefangen im Jetzt


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Jetzt bin ich hier. Vor meinem Laptop sitzend tippe ich meine Lebensgeschichte. Meine Situation. Meine komische und komplizierte Situation. Denn es scheint schlimmer zu werden, als je zuvor. Wieso passiert sowas ausgerechnet mir?

Die ersten Worte auf meinem Blog, vor (fast) genau 6 Jahren. Was nicht alles in dieser Zeit passierte. Ich schrieb über unerwiderte Schwärmereien, Krisen mit Freunden, schulische Misserfolge (Wer kennt noch Monsieur Arschloch?) und die im Nachhinein peinlichsten Aktionen überhaupt. Wer verfasst schon einen Text über sein "Liebesleben", um es auf dem Sitz einer Berliner U-Bahn liegen zu lassen und sich dann auch noch die Kommentare von Typen anzuhören, die sich den "Käse" durchlesen? Jetzt schmunzle ich eher über diese Vorstellung. Abgesehen davon, erinnert sich noch jemand an die tausend Tags oder Freitagsfüller? Die waren eigentlich auch immer ganz witzig.

Seitdem habe ich meine ganzen Fotografien, Texte und modischen Experimente auf dieser Website hochgeladen. Zunächst anonym, doch irgendwann zeigte ich doch mal mein Gesicht. Unglaublich, was sich alles verändert hatte. Es änderte sich allerdings nicht, dass dieser Blog noch heute meine kreative Austob-Ecke ist. Während ich die alten Posts durchgehe, merke ich, dass ich so vieles schon fast vergessen habe! Und weil es so viel Spaß macht, diese durchzugehen, möchte ich einiges in dem Post festhalten. Textzeilen, die mich noch heute berühren oder Bilder, die mir gefallen. Besonders, weil ich einige inzwischen nicht mehr öffentlich sichtbar habe...

Freitag, 5. August 2016

Thoughts in June and July

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Ich muss immer noch die Scherben aufsammeln. Aufräumen, putzen.
Mein Herz, ein einziges Durcheinander. 
Denn auch wenn ich mich stark gebe, so hatte es mich wohl mehr getroffen als gedacht.

Wird es irgendwann wieder so sein, dass ich so fühle, wie ich es bei dir getan habe?
Warum merke ich erst jetzt, dass ich es, dich, uns unglaublich vermisse?

Was ist nur los? Ich erkenne mich gar nicht wieder...

Ich werfe den Anker in der Hoffnung, dass ich kurz in diesem Hafen verweilen darf.
Wer weiß, vielleicht auch ein bisschen länger.

Und ich schweige, weil ich kein Versprechen geben möchte, 
bei dem ich mir nicht sicher bin, dass ich es wirklich halten kann.

Manchmal reichen deine Bemühungen eben nicht aus.
Das, was du tust, scheint nicht genug zu sein. Schon wieder.

Wenn ich jetzt die Zeit zurückspulen und mich nochmals entscheiden könnte,

würde ich den Weg immer noch wählen? Ich weiß es nicht...

Vor einem Jahr tanzten wir auf Bierbänken, quälten uns ab mit der toten Sprache, 
kletterten zwischen Bäumen und wedelten mit Puscheln. Machten Stimmung, tanzten im Gras. 
Riefen dabei "Lasst euch nicht unterkriegen!", "Kämpft weiter!" und "Nicht aufgeben!". 
Mir fehlt dieser Zuspruch. Mir fehlt mein geliebter Freundeskreis. Mir fehlt mein altes Leben. 

Wieso verrenne ich mich da schon wieder? Lerne ich denn nie?
Aber vielleicht hoffe ich einfach immer, dass es dieses Mal anders wird.


Sonntag, 31. Juli 2016

Recap: June and July

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In letzter Zeit schreibe ich viel weniger über meinen Alltag und was ich eigentlich so in meiner Freizeit mache. Deshalb wollte ich mal wieder einen kleinen Quatsch-Post machen, um neben den Bildern ein wenig zu schreiben, was in meinem Leben so abging. Wird auch zum Ausgleich super ausführlich und detailliert :)

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Gemacht: Zu viel. Wo soll ich bloß anfangen?
Am Anfang des Monats hatte ich mit meinem Chor Choriosity zwei riesige Auftritte. Dafür sind sogar extra meine Mädels gekommen und sie waren begeistert. Wenn ihr eine Kostprobe haben möchtet, dann scrollt einfach ein wenig runter. Außerdem wurden einige Geburtstage gefeiert und es gab ein paar Uni-Veranstaltungen. Keine langweilige Vortrage oder so, sondern Sommer- und Uni-Fest, Open Movie und GoKart fahren! Es war unglaublich witzig, auch wenn ich nur Siegerin der Herzen wurde. Nach langer Zeit war ich auch endlich mal wieder beim Kreativen Schreiben. Meinen Text findet ihr bei Interesse weiter unten. Schließlich fand der sagenumwobene Ulmer Feiertag statt: Schwörmontag. Gleich als ich herzog wurde mir davon berichtet und dass ich mich unbedingt darauf freuen müsse. Gesagt, getan. Es war tatsächlich unglaublich, denn an einem Abend war auf der Donau die Lichterserenade. Etliche Teelichter schwammen auf dem Fluss und erleuchteten die Nacht. Am folgenden Tag hüpften eine Menge Menschen mit Schlaubooten rein und ließen sich flussabwärts tragen. Natürlich durften Wasserbomben und Spritzpistolen nicht fehlen! Auch wenn es soo kalt war, hat es mega Spaß gemacht. Anschließend war die ganze Stadt eine einzige, große Party! Inzwischen sitze ich am Schreibtisch, da ich mitten in meiner Prüfungsphase bin. Dementsprechend sollte ich nach dem Post hier ganz fix Statistik weiterlernen! Oh, und, wie könnte es anders sein, ich bin natürlich auch dem Pokemon Go Wahn verfallen. Hände hoch, wer auch alles dabei ist. Und welches Team seid ihr? #teamrot

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Gemampft: Mensch Thuy, ganz schön wenige Essensbilder für deine Verhältnisse. Ist mir erst im Nachhinein aufgefallen. Meistens poste ich sie nur auf Snapchat und vergesse dann, sie herunterzuladen. Typisch...

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Getragen: Genauso wie die Bilder meistens schwarz und weiß. Man, bin ich langweilig. Aber das geht nun mal immer. Übrigens sieht man auf dem vierten Bild meinen kleinen Bruder im Hintergrund :D

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Gesnappt: Dreimal dürft ihr raten, was mein Lieblingsfilter ist. Richtig, das Hündchen. Inzwischen scheinen mich sogar einige Freunde gleich mit dem zu assoziieren. Mit den anderen Filtern spiele ich genauso gerne rum. Natürlich poste ich trotzdem nicht nur Selfies, sondern auch Ausschnitte aus meinem Alltag. Lasst mir gerne mal euren Namen da, falls ihr auch fleißig snappt. Schreibe dort auch ab und an mit meinen Lesern und finde das echt toll. Nichts geht über quatschen! Mich findet ihr unter Thuy07 (Funfact: Das ist auch mein Pokemon Go Name :D)


Gesungen: Unter Anderem haben wir neben Skyfall auch Lieder wie Price Tag, Royals, Titanium und so weiter gesungen. Als wir unsere beiden Auftritte hatten und vor einem 600 Leute Publikum standen, war das unglaublich! Hoffentlich kommen bald die Aufnahmen davon. Dieses Video ist vom Chorfest, eine Art Chor-Wettbewerb. Wenn ihr Lust habt, könnt ihr ja reinhören ;)



Geschrieben: Beim Kreativen Schreiben wurde diesmal das Thema "Figur" vorgegeben und nach ewigen Überlegen (ich habe den Text wenige Stunden vor dem Treffen geschrieben) ist mir doch wirklich etwas eingefallen. Mir gefällt er im Nachhinein immer noch ganz gut, denn obwohl er einfach runter geschrieben wurde, hat er trotzdem eine Art Struktur. Was sagt ihr dazu? :)

Montag, 25. Juli 2016

Ich muss ehrlich sein. Zu mir. Wegen mir. Meinetwegen.

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Es ist einer dieser typischen, warmen Sommerabende und wieder sitze ich auf dem Spielplatz. Über mir die Sterne. Der Sand zwischen meinen Zehen. Gespräche bis tief in die Nacht. Gelächter, die die Stille durchbrechen. Währenddessen schaukel ich, höher und höher. Unbeschwertheit. Unbekümmertheit. Leichtigkeit.

Doch Halt. Was mache ich hier? Gefühle, die ich nicht fühlen sollte. Gedanken, die in meinem Kopf bisher keinen Platz hatten. Verwirrung. Mein innerer Dialog entwickelte sich zu einer Diskussion. Vergnügen und Vernunft. Erwachsensein und Kindheit. Emotionen und Gewissen. Keine Ruhe, sodass durch die Beharrlichkeit ein Dilemma entsteht. Habe ich mir bisher nur etwas vorgemacht? Mich blenden lassen von mir selbst? Denn wenn ich in den Spiegel schaue, erkenne ich mich nicht wieder. Bin ich die 20 Jährige geworden, die ich mir vor 4 Jahren vorgestellt hatte? Das Alter, wo man wissen sollte, wer man ist und es doch noch lange nicht wissen kann. Erneut sind überall nur Fragezeichen. Wieder bin ich an dem Punkt, um den ich einen großen Bogen machen wollte. Und wieder lasse ich mich fallen, ohne zu hinterfragen. Aber war nicht genau das mein Fehler?

Laufe kopflos durch die Gegend und schalte meine leisen Stimmen auf lautlos. Was ist schon falsch und was ist schon richtig? Wollte ich nicht noch vor Kurzem genau solche Geschichten schreiben? Ich muss ehrlich sein. Zu mir. Wegen mir. Meinetwegen. Aber woher sollte ich denn wissen, was ich überhaupt will? Vor Monaten wollte ich nur ihn. Warum, weiß ich bis heute nicht. Doch seither scheint alles verschwommen. Grenzen haben sich verschoben und die Sicht, noch undeutlicher als je zuvor. Allerdings bin ich mir sicher, dass ich, wenn ich so weiter mache, geradeaus in mein Verderben renne. Bisher habe ich immer nach dem richtigen Weg, einer Tür gesucht. Sollte man nicht auch mal mit dem Kopf durch die Wand? Egal, wie unvernünftig es auch ist? Möglicherweise ist genau jetzt die Zeit, in der dieser Unsinn am meisten Sinn macht.

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